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LaberPlanet vs. RockBlog: Castle Rock 2011 – Day Two

23. August 2011 - LaberPlanet vs. RockBlog, Musik & Co., Unterhaltung

Castle Rock 2011

Hallo Leute!
Bevor es zum lang ersehnten Bericht über das Castle Rock Festival 2011 kommt, möchte ich es mir nicht nehmen lassen, euch heute eine kleine Premiere anzukündigen:

Ihr alle kennt ja schon die Dani (Dani’s Rock Blog),die uns hier immer mit tollen Bildern und sensationellen Konzertberichten versorgt. Dani und ich haben uns überlegt, einige Specials und Events für euch zusammen auf die Beine zu stellen und haben kurzerhand “LaberPlanet vs. RockBlog” ins Leben gerufen \../
Ihr dürft gespannt sein auf exklusive Berichte mit der vollen Bandbreite die der Rocksektor hergibt! Auch auf Facebook wird es bald mehr hierzu geben.
Und heute machen wir den Anfang…

Bereits zur frühen Mittagsstunde haben sich die ersten Fans vor dem Schloss Broich in Mülheim an der Ruhr versammelt, um ihre Bands von der ersten Minute an zu unterstützen. Vor uns liegt ein wunderschöner und abwechslungsreicher Tag mit den Bands Stahlmann, Lord of the Lost, Golden Apes, Crematory, Megaherz, Van Canto und Oomph! – ein Lineup der Extraklasse.

Die Göttinger NDH-Band Stahlmann werden nun als Opener mit ihren stahlharten Beats die müden Geister aus den Körpern vertreiben. Und so brüllt uns Sänger Mart „Herzlich Willkommen in der Dunkelheit“ entgegen und ein Blick gen Himmel sagt uns, dass er hiermit nicht wirklich Recht hat. Die Sonne lässt zwar nicht unsere Haut erröten, aber es hängt auch mal keine Gewitterfront (wie vor zwei Jahren) über dem Schloss. Auf die Stahlmann Fans in der ersten Reihe und auf seine Präsenz auf der Bühne kann Mart sich verlassen, beides steckt die Massen bis zur letzten Reihe an. Und so marschiert Stahlmann durch sein Set, heizt das Publikum mit seinen Aufforderungen mitzumachen so richtig ein und hinterlässt viele zufriedene und bereits verschwitzte Fans, die er auch gleich zu einem kühlen Bier am Merchstand einläd.


Setlist Stahlmann:

Willkommen
Marschieren
Stahlmann
Kaltes Herz
Göttin
Hass mich
Herzschlag
Teufel

Als harten Kontrast zu Stahlmann kann man die Rock Band Golden Apes mit ihren melancholischen Texten und Musik bezeichnen. Eher ruhig und in sich gekehrt stehen die Musiker um Frontmann Peer Lebrecht auf der Bühne und lassen die rockigen Klänge auf das Publikum wirken. Die düsteren und traurigen Klänge lassen keinen Platz für eine antreibende Performance zu. Und so ist es kaum verwunderlich, dass die ersten Reihen nicht mehr ganz so gefüllt sind wie beim Opener oder man gönnt sich bereits eine Erholungspause oder ein gekühltes Getränk.


Setlist Golden Apes:

Devil
Having Ground
Ferryman
And thus he spoke
Lithium
Digging Towers
Remedy
The Happy Losers sweet delusion

Anscheinend zieht der „Herr der Verlorenen“ genau diese, die bei der Band zuvor verloren auf dem Festivalgelände umherirrten wieder vor die Bühne. Mit dem Song „We are the Lost“ eröffnet Bandgründer Chris Harms das Set von Lord of the Lost. Sofort wird klar, dass nun wieder das Publikum gefragt ist völlig abzugehen. Spätestens beim sehr gelungen Lady Gaga Cover „Bad Romance“ kocht die Stimmung über, auch weil Chris Harms kurzerhand durch den Fotograben wandert, um direkt auf dem Wellenbrecher und somit ganz nah bei seinen Fans zu performen. Auch die restlichen Musiker ziehen durch ihre Präsenz und der absoluten Spielfreude die Blicke auf sich und verleiten einfach jeden Lord of the Lost nach vorne zu peitschen. Selbst die sicherlich anstrengende und besonders lange Anreise, haben sie doch den Tag zuvor noch in Tschechien einen Auftritt bestritten, ist den sechs Männern nicht anzumerken. So ist es auch wenig verwunderlich, dass die Fans das Ende der Setlist nicht hinnehmen wollen und das erste Mal an diesem Tag nach einer Zugabe verlangen, die leider bei dem straffen Festivalprogramm nicht möglich ist.


Setlist Lord of the Lost:

We are the lost
Do you wanna die without a scar
Bad Romance (Cover Lady Gaga)
Fragmenting Facade
Prison
Prologue
Sex on legs
Break your heart
Dry the rain

Bereits beim Bühnenumbau ist jedem Kenner bei den Schlachtgesängen „Rakka Takka – Motherfucker“ und den vielen Kuttenträgern in den ersten Reihen klar, dass nun eine neue Musikrichtung an diesem Tag eingeschlagen wird. Es wird Zeit für Metal, besser gesagt für a capella Metal, denn hier kommt man bestens ohne Gitarren aus. Um dies noch zu unterstreichen beginnen Van Canto mit dem anfangs eher ruhigen Intro „Stora Rövardansen“, bei dem erst in der Mitte des Stücks das einzige Instrument, das Schlagzeug von Bastian Emig, einsetzt. Bereits zum zweiten Song legen die zwei „Gitarren“ Ross und Stef und „Bass“ Ingo um ihre beiden Sänger Sly und Inga richtig los und lassen „Pathfinder“ aus ihren Kehlen erklingen. Die Leute moshen, die Schlachtgesänge reißen nicht ab und Van Canto wirbeln lächend über die Bühne. Das Nightwish-Cover „Wishmaster“ wird laut Stef für alle Mädels im Publikum und für das Mädchen auf der Bühne zum besten gegeben, aber es wird sicherlich auch den ein oder anderen männlichen Besucher geben, der diesen Song einfach liebt. Viel zu schnell geht das Set mit „Fear of the dark“ und „Rebellion“ zu ende und werden frenetisch gefeiert.


Setlist Van Canto:

Stora Rövardansen
Pathfinder
Lost Forever
Wishmaster
One to Ten
Primo Victorio
To sing a Metal Song
The Mission
Fear of the Dark
Rebellion

Und wer wissen möchte, wie es bei Van Canto in Zukunft weitergeht und was wir bei ihrer neuen CD „Break the Silence“ erwarten können, die am 23. September 2011 in die Plattenläden kommt, dem sei gesagt, dass es bald ein Van Canto Special mit einem Interview mit Ross und einer kleinen Verlosung geben wird.
Und jetzt noch einen Blick hinter die Kulissen, der wohl härtesten Metal Fraktion ever:
OE-Fraktion behind the scenes:


Eigentlich sollten nun Megaherz auf der Bühne stehen. Aber da diese erst gerade in Mülheim an der Ruhr eingetroffen sind, dem Superstau sei Dank, ziehen kurzerhand Crematory ihren Auftritt vor, sehr kollegial will ich anmerken. Auch so scheint Frontmann Felix sich Sorgen um jeden einzelnen Festivalbesucher zu machen, erkundigt sich dieser doch erstmal, ob es den Leuten gut geht und ob der Sound auch annehmbar ist. Hört man doch eher selten. Bei den Gothic-Metal Klängen von Crematory stehen die meisten Köpfe nicht still und bangen ordentlich im Takt mit.

Setlist Crematory:

A story about
Fly
Infinity
Temple of Lovel
Höllenbrand
Sense of time
Tick Tack
The Fallen
Tears of Time
Pray
Black Celebration
Perils of the wind

Der Bewegungsdrang, nach einer wohl schier endlos erscheinenden Autofahrt (wenn man bei Stau überhaupt von Fahrt sprechen kann), von Lex und seinen Mannen von Megaherz ist sichtbar. Endlich losgelassen flitzen vorallem Lex, X-ti und ihr neuer Gitarrist Chris über die Bühne und laden mit „Gott sein“ zur Abendmesse ein. Wie im vergangenen Jahr rocken Megaherz richtig und lassen die Stimmung im Schloss Broich abermals hochkochen. Erkärend und mit einem Dank an Crematory erzählt Lex die beschwerliche Anreise nach Mülheim. Erst durch eine Panne ausgebremst, landeten sie quasi in der Neuverfilmung von „Der Superstau“, aber auch dies wurde mit einer Fahrt über den Standstreifen gelöst. Denn für die Fans würden sie jeden Strafzettel bezahlen. Textsicher gröhlen sämtliche Fans die Lieder mit. Ein Mix aus älteren und neueren Stücken werden durch die Boxen direkt in sämtliche Gehörgänge geblasen. Zu „Freiflug“ lässt Lex sich in die zum Himmel gestreckten Hände fallen und sich so singend durch den Schlosshof tragen. Ausgiebig wird mit „Miststück“ und „Beiss mich“ das Ende des Autritts frenetisch vor und auf der Bühne gefeiert.


Setlist Megaherz:

Dein Herz schlägt
Gott sein
Jordan
Ebenbild
Fauler Zauber
5. März
Kopfschuss
Meine Sünde
Herzblut
Heuchler
Freiflug
Miststück
Beiss mich

Und schon heißt es Abschied nehmen vom Castle Rock Festival mit dem Headliner Oomph!. Erwartungsvoll und dicht gedrängt stehen die Fans vor der Stage und warten sehnsüchtigst auf die ersten musikalischen Klänge von Oomph!. Noch im letzten Jahr war der Headliner auf vielen Festivals in der Region unterwegs, doch dieses Jahr ist es eher ruhig um die Band geworden, die derzeit ihr neues Album vorbereiten. Sofort ist das Publikum hellwach, als sich der erste Mann auf der Bühne blicken lässt. Mit „Beim ersten Mal tut’s noch weh“ kreischen bereits die ersten weiblichen Fans. Eine Barriere zwischen Band und Fans ist überhaupt nicht spürbar. Sämtliche Menschen im ausverkauften Schloss Broich feiern, gröhlen, tanzen, schreien und Headbangen zu den rockigen Klängen. Auch die akustischen Lieder „ Sex hat keine Macht“ und „Auf Kurs“ werden stimmungsvoll angenommen.


Setlist Oomph!:

Beim ersten Mal tut’s noch weh
Träumst du
Unsere Rettung
Fieber
Wer schön sein will muss leiden
Du willst es doch auch
Wach auf!
Das weiße Licht
Sex
Mitten ins Herz
Sex hat keine Macht
Auf Kurs
Revolution
Mein Schatz
Niemand
Gekreuzigt
Labyrinth
Gott ist ein Popstar
Augen auf!
Sandmann
The Power of Love

Fazit:
Das Castle Rock Festival 2011 war einfach perfekt. Die gut durchdachte Mischung der Musikrichtungen sowie das einzigartige Ambiente des Schloss Broich sind unschlagbar und so verwundert es nicht, dass dieses Festival so beliebt ist und jeder gerne wiederkommen mag. So können wir gespannt sein, wie der Veranstalter Michael Bohnes das diesjährige Castle Rock noch toppen wird und welche Neuentdeckungen bzw. Überraschungen er wieder für seine Fans parat hat!

PS: ‘Danke’ Button nicht vergessen ;)

2 thoughts on “LaberPlanet vs. RockBlog: Castle Rock 2011 – Day Two

Dani

…erste offizielle Bandbestätigungen für’s CASTLE ROCK 13:

Gothminister
a life divided
Schwarzer Engel
Adversus

Reply
Marie

Heya!
Wie immer ein toller Artikel und schöne Bilder!
Gut, gegen die wunderschönen OE-Fraktion-Bilder kommen die Bands natürlich nicht an, aber…. :D
Nee, wirklich wieder mal rundum gelungen!
Liebe Grüße!

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