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IN LEGEND – Ballads ‘n’ Bullets – Release & Review

30. Mai 2011 - CD / DVD Review, Musik & Co., Unterhaltung, WorldWideWeb

Hallo Leute!

Lange mussten wir darauf warten – aber das hat seit dem 20.05.2011 endlich ein Ende gefunden!
‘Ballads ‘n’ Bullets’ heisst das Debütalbum der Band In Legend um Frontmann & Pianist Bastian Emig und ist seit vergangenem Freitag im Handel erhältlich.
Treue LaberPlanet Leser haben hier schon häufiger über die Band lesen können und ebenfalls auch schon die ein oder andere exklusive Hörprobe mit auf den Weg bekommen. Und für alle gibt es jetzt eine ausführliche Review der Scheibe, sowie auch einige Eindrücke von der Releaseparty im Berliner Rockcafè Halford.

REVIEW

‘Ballads ‘n’ Bullets’ ist der klangvolle Titel des Debütalbums der Band In Legend – ob dieser Name auch Programm ist, werdet ihr hier erfahren!
Auf dem Album befinden sich insgesamt 14 Tracks, wobei sich hierbei auch die 4 Titel der EP wiederfinden – und das ist auch gut so!
Schon der erste Titel ‘Heaven Inside’ macht dem Hörer deutlich, worum es auf dieser Scheibe geht, nämlich darum Rockmusik der härteren Gangart mal etwas anders instrumentiert darzustellen. Klavierklänge auf einem Metalalbum – gar keine schreienden Gitarren – geht das?

JA! spätestens nach dem ersten Stück, welches noch nicht die volle Härte des Machbaren versprüht, wird dies deutlich. Die Melodie geht ins Ohr und das Piano zaubert zusammen mit dem Bass und dem Schlagwerk eine druckvolle Soundkulisse, die erst einmal keine Gitarren vermissen lässt.
Da geht es auch schon mit ‘Pandemonium’ weiter, welches man schon von der EP und einem sehr gut inszenierten Videoclip kennt. Hier geben sich krachende Beats mit ruhigen Passagen die Klinke in die Hand und verschmelzen so zu einer perfekten Symbiose.
Für wen das alles eher Kleinkaliber ist, der bekommt mit ‘Elekbö’ sozusagen das Vollmantelgeschoss um die Ohren, welches sofort die Nackenmuskeln stimuliert, den Kopf in die bekannte “Headbang-Position” zu bringen und drauf los zu legen! Harter, voluminöser Rhythmus zeigt einem, wo es hier langgeht und lässt spätestens jetzt den anfänglichen Gedanken an “fehlende Gitarren” vollends in den Hintergrund rutschen, denn gegen die geballte Ladung an Piano-Forte kommt sie eh nicht an! Nichts desto trotz bietet auch ‘Elekbö’ einen melodischen Refrain, der zum Mitsingen einlädt.
Nach so viel Power ist es nun auch mal an der Zeit für die erste Ballade der ‘Ballads ‘n’ Bullets’ - ‘At Her Side’ ist der Titel dieser wunderschönen Ballade, die mich persönlich schon beim Prelistening absolut geflasht hat! Eine gefühlvolle Melodie, eine unter die Haut gehende Stimme und eine Bridge in der es richtig kracht – das alles lässt in jedem Fall Gänsehaut-Feeling pur aufkommen!
in legend
Der Aufforderung einen Circlepit zu bilden und zu moshen was das Zeug hält will man bei ‘Vortex’ am liebsten auf Stelle nachkommen! Nach einem sanften Intro kommt dann der “Raketenstart” fürs Trommelfell – in diesem (live schon längst) zur Fanhymne avancierten Stück stellt sich die Band vor und gibt Vollgas. Stillstehen ist hier einfach unmöglich.
Auch Stücke wie ‘The Healer’ (EP) oder ‘Soul Apart’ gehören für mich definitiv in die Gattung der “Bullets” auf dieser Scheibe. Wer glaubt, dass nur Gitarren laut und schreiend sein können, der muss einfach mal die brachial hämmernden Rhythmen, die Bastian Emig dem Klavier entlockt, auf sich wirken lassen! Das ist ein ganz eigener, neuer und vor allem innovativer Sound.
Mit ‘Life is Up To You’ zeigen In Legend eine weitere musikalische Facette, welche schon am Anfang des Stückes deutlich wird. Nicht nur die schon angesprochene Instrumentation der Band stellt eine Besonderheit dar, sondern ebenfalls die Stimmgewalt von Bastian Emig, der auch nicht vor extrem hohen Tönen (Kopfstimme) zurückschreckt, sondern diese (auch live!) aus dem Eff Eff beherrscht!
‘Yue’ ist der einzige Instrumentaltrack auf der Ballads ‘n’ Bullets und lässt eine Menge Platz für Kopfkino, denn es ist eine unglaublich gefühlvolle, fast klassisch anmutende Klavierballade, die zum Nachdenken anregt. Beim Hören merkt man sofort, dass derjenige, der dieses Stück zu Papier gebracht hat, hier einen ganz persönlichen Hintergrund verarbeitet. In jedem Fall stellt ‘Yue’ einen sensationellen Kontrast auf diesem Album dar.
Keine Platte ohne “Special Guest” haben sich wohl auch die Jungs von In Legend gedacht als sie den Song ‘Stardust’ aufgenommen haben. Inga Scharf, die genau wie auch Bastian in der Band Van Canto mit mischt, stimmt diesen Song gemeinsam mit Basti im Duett ein. Ein Crescendo zum Einstieg, wechselnder und gemeinsamer Gesang und eine Melodie, die gleich ins Ohr geht machen dieses Stück zu einem Highlight der Ballads ‘n’ Bullets. Streckenweise kommt hierbei eine Assoziation an Bands wie “Nightwish” auf, was mit Sicherheit an der wohlklingenden Stimme von Inga liegt.

‘A Hanging Matter’ ist das (vom musikalischen her gesehen) wohl anspruchsvollste Stück des In Legend Debütalbums. Der Anfang stellt sich klassisch beschwingt dar – sogar eine Violine ist dezent im Hintergrund zu hören – aber schon ab der ersten Strophe wird ein gewaltiger Druck aufgebaut, der sich ebenfalls durch die ersten Refrains und die Bridge zieht. Es folgt eine kleine “Klaviereskapade” die dann wieder im ursprünglichen Thema des Stückes endet. Selten habe ich es erlebt, dass eine Komposition so perfekt durchstrukturiert ist und dementsprechend auch rüberkommt!
Mit ‘Prestinate’ und ‘Heya’ folgen nun wieder zwei energiegeladene Tracks, die wir schon von der EP kennen.
Auch hier überzeugen vor allem das Zusammenspiel der einzelnen Instrumente, sowie der kernige Gesang von Bastian Emig.
“Don’t call it your dream, but make it your life!” heisst es in dem Stück ‘Heya’ und man könnte zu dem Schluß kommen, dass sich die Jungs von In Legend bei der Inszenierung ihres Debütalbums genau dieses Motto auf die Flagge geschrieben und umgesetzt haben!
Den Abschluß macht ‘Universe’. Was zunächst seidenweich im Gesang und der Klavierbegleitung beginnt, wird ab der zweiten Zeile des ersten Refrains auf einen Schlag “angefeuert” und mustert sich zu einer “Ballade mit Bumms”. Das permanente Kontrastprogramm aus weicher, hoher Stimme und kraftvollen Rhythmen, die mit dann kernigem und rauem Gesang einhergehen, macht das Stück zu einem mehr als gekonnten Finale für dieses Album.
Aber getreu dem Motto: “Einer geht noch…” haben sich die Jungs von In Legend noch etwas ganz besonderes einfallen lassen – den Bonustrack ‘Me Against The Wall’.
Diesen Song haben sie schon auf einigen Live Gigs zum Besten gegeben und nun wird das Stück als Bonustrack in der Downloadversion des Albums bei iTunes oben drauf gepackt! Das sollte man sich nicht entgehen lassen, denn auch hier gibts musikalisch wieder volles Pfund Dröhnung – schneller, harter Rhythmus, druckvoller Bass, ein Drumset, dass bis zum Anschlag maltretiert wird und unverwechselbar eingängige Vocals. Das ist sozusagen ein “Must-Have”!

Also ich kann nur jedem, der auf gute, handgemachte Rockmusik steht, raten, sich dieses Album zu holen, denn es ist sehr facettenreich und absolut innovativ instrumentiert und arrangiert! Hier gibt es von der gefühlvollen Ballade bis hin zum knüppelharten Piano Metal alles, was das Metaller-Herz höher schlagen lässt. Dieser Sound wird einen so schnell nicht wieder loslassen, denn er brennt sich schnell in die Gehörgänge ein und macht permanent Lust auf mehr davon!

Wie eingangs schon erwähnt gab es ja am 20.05.2011 im Berliner Rockcafè HALFORD die Release Party zur
Ballads ‘n’ Bullets.
Im Vorprogramm gab es drei Bands, wovon ich die Band
Rising Storm hervorheben möchte, denn die Jungs haben ne wahnsinnig coolen Support gespielt und dem Publikum im Halford mächtig eingeheizt!
Bald wird es zu dieser Metalband hier auf dem LaberPlanet noch ein Feature geben, denn diesen brachialen Sound möchte ich euch nicht vorenthalten!
Nach einer kurzen Umbaupause ging es dann um kurz vor 23:00 Uhr auch los mit dem Act, auf den schon alle gewartet hatten:
IN LEGEND
Die lockere und ungezwungene Atmosphäre im Halford versprüht dabei einen ganz eigenen Charme und die Meute ist sich in einem einig:
Alle wollen verdammt gut abrocken!
Wie zu erwarten schreien alle wie aus einem Hals “In Legend” als Dennis die Bühne betritt und seinen Part startet um das Volk mit seinen Beats einzustimmen auf das, was gleich folgen wird. In Personen sind das zunächst Daniel, der gleich mal seinen Bass parat macht und in die Saiten haut und so Dennis’ Beat unterstreicht, gefolgt von Bastian, der unter tosendem Applaus die ersten Akkorde ins Klavier hämmert.
‘Heya’ macht den Anfang und von da an gibts kein halten mehr! Bis auf drei Stücke spielen In Legend das volle Programm der Ballads ‘n’ Bullets, inklusive dem Bonustrack ‘Me Against The Wall’.
Der Chor “Ohne Vortex gehn wir nicht nach Haus…”, den das gesamte Publikum an dem Abend synchron grölt bringt den gewünschten Effekt – ‘Vortex’ und ein Circlepit, in dem dann mal so richtig die Post abgeht!
Kurzum ein mehr als gelungener Abend, an den mit Sicherheit nicht nur ich sehr gerne zurück denke!
Das war absolut EPISCH!
Hier nun noch für euch einige Eindrücke des Abends und des Konzerts. An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei Tom (BlackChester) und Andrea (Deceitful Tranquillity) bedanken, die mir netterweise ihre Bilder für euch zur Verfügung gestellt haben – Vielen Dank!
IHR ROCKT!

Und nun, viel Spaß…

3 thoughts on “IN LEGEND – Ballads ‘n’ Bullets – Release & Review

Madlen

wow wieder mal ein genialer Artikel, schmuddel!!!! Hut ab ;)
und ich kann mich nur anschließen das Album sowie die Releaseparty sind/waren super!

Reply
Marie

Yeah, kann mich Madlen nur anschließen – ein verdammt gut geschriebener Artikel, also wenn ich IL nicht bereits verfallen wäre… spätestens nach diesem Review wär ich auf alle Fälle neugierig geworden ;)

Reply
Katarakt

Der Artikel ist verdammt gut und schön ausführlich, hab nochmal alles Revue passieren lassen können, verdammt geiler Abend!!
Weiter so, aber ich glaub das muss ich gar nicht sagen ;)

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