Damians Tintenher(t)z – In Strict Confidence – Morpheus (EP) – Rezension
Damians Tintenher(t)z – In Strict Confidence – Morpheus (EP) – Rezension
Bereits am 8. Juni erschien eine neue EP aus dem Hause In Strict Confidence.
Und was für eine…
Satte 43 Minuten Spielzeit geben einen kleinen Vorgeschmack auf das im Herbst erscheinende Album. Haupttrack der großen Kleinen ist das deutsch/russisch vorgetragene Stück „Morpheus“. Nicht weniger als sieben verschiedene Gewänder kleiden den Song in unterschiedlicher Art und Weise. Während die „normale“ Version noch einmal in einer etwas längeren Fassung aufgenommen wurde, kann man außerdem eine Clubversion und eine englische Variante des neuen Werkes von Dennis Ostermann und Co. finden. Desweiteren ist mit Salvation ein weiteres Stück vertreten. Widmen wir uns aber kurz dem Hauptsong der EP, „Morpheus“. In typischer feiner In Strict Confidence-Manier ist ein Track entstanden, der facettenreich und spannend zugleich ist. Wunderbare feine Samples ergeben mit der tiefen Stimme von Dennis einen herrlichen Gegenpart zur liebreizenden Nina de Lianin, die den Kehrreim von „Morpheus“ auf russisch singt und so für einen tollen Kontrast sorgt. Immer wieder entdeckt man neue Klänge und lässt sich gerne auf dieser Reise des mittlerweile seit 1989 bestehenden Projekts mit nehmen.
Doch das ist nicht alles.
Drei großartige Bands, bzw. Kollegen haben es sich nicht nehmen lassen einen Remix von „Morpheus“ beizusteuern. Und wer die Musik von Diorama, Haujobb und Hecq kennt kann erahnen, wie großartig diese Versionen sind. Völlig unterschiedlich präsentieren sie das Titelstück der EP noch einmal gänzlich neu und lassen so eine ganz andere Interpretation von „Morpheus“ zu.
Ich persönlich empfinde die ursprüngliche Version von In Strict Confidence absolut gelungen. Leider ist nach meinem Empfinden die anfängliche Stimme beim (Sprech-) Gesang von Dennis in den ersten Klängen nur sehr tief im Hintergrund zu hören, wirkt leicht brummig und etwas verzerrt dadurch. Sobald er allerdings mit seiner markanten Stimme zu singen beginnt, ist man von dem harmonischen Ineinandergreifen seines Gesangs und der Musik wieder aufs Neue begeistert. Der Soundteppich, den er erneut geknüpft hat, steht wie immer über den Dingen und ist ein fantastischer Beweis für die großartige und immer noch hochkreative Schaffenskraft dieser einzigartigen Formation. Der Refrain wird von Nina wunderbar vorgetragen. Für mich ist diese Frau eine der großartigsten Sängerinnen die ich je gehört habe. In unzähligen Songs hat sie den Beweis dafür bereits angetreten und auch hier besticht ihre glasklare Stimme durch eine außergewöhnliche Klasse. Lediglich verwischt sich der Kehrreim für meinen Geschmack ein wenig zu sehr ins seichte Pop-Gewässer. So könnte ich mir diesen Titel in dem Moment des Refrains auch durchaus in den höheren Regionen der Pop-Charts vorstellen. Das ist jedoch wirklich mein ganz persönlicher Eindruck. Bereits in meinem engsten privaten Umfeld habe ich dieses eigene Empfinden nicht bestätigt bekommen. Im Gegenteil, gerade dort ist der musikalische Part des Refrains fantastisch angekommen. Schön das die Geschmäcker eben verschieden sind. Und genau dafür bietet die EP, die bei Zyx Music erschienen ist, auch noch wahnsinnig viele Möglichkeiten an, seinen Favoriten anderweitig, nämlich bei den Remixen, zu finden. Gerade wenn so bekannte Bands wie Diorama oder Haujobb ihre Visitenkarte abgegeben haben.
Mein persönliches Highlight der EP finde ich nämlich genau hier. Die Version von Haujobb fesselte mich von der ersten bis zur letzten Sekunde. Mal Anklänge an Depeche Mode, mal wie And One klingend, liefert die Electro-Formation eine unfassbar tanzbare Version von „Morpheus“ ab. Einfach stark und großes Ohren-Kino.
Auf dieser EP wird wirklich jeder fündig werden.
Nicht zu Unrecht steht der Song „Morpheus“ in den DAC-Charts auf Platz 1.
Man kann In Strict Confidence zu diesem Vorgeschmack auf das neue Album nur gratulieren. Vielseitig und musikalisch stark präsentiert sich der Appetithappen.
Und er macht genau das was er soll:
Hunger auf mehr.
Großen Hunger…
Letzte Einträge
- Groezrock Festival 2013 – Tag 1
- Damians Tintenher(t)z – Corvus Corax – Sverker (DVD/CD) – Rezension
- CD-Review: Suidakra – Eternal Defiance
- CD-Review: Cardillac Complex – Forgotten Reasons
- CD-Review: SACRED GATE – Tides of War
- CD-Review: Vroudenspil – Pulverdampf
- CD-Review: D-A-D – Dic.Nii.Lan.Daft.Erd.Ark
- ABBY – Friends and Enemies
- CORVUS CORAX meets WADOKYO – Live-DVD gemeinsam mit den Fans erfolgreich umgesetzt
- Unzucht und Lord of the Lost rocken die Bochumer Matrix



















