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Damians Tintenher(t)z – Heavy Ride – Heavy Ride (CD) – Rezension

18. Februar 2013 - CD / DVD Review, Damian's Tintenher(t)z, LaberPlanet vs. RockBlog

Heavy RideKünstler: Heavy Ride
Release: Heavy Ride (CD)
VÖ: 26. Januar 2013
Label: Absolut Promotion

Es ist wie so oft im Leben, auf dem Weg zum Erwachsenwerden.
Man befindet sich im pubertären Alter, knutscht mal hier, mal da, ohne sich richtig binden zu wollen und genießt seine Jugend in vollen Zügen. Man pfeift auf Schule, Elternhaus und gute Ratschläge und will eigentlich nur eins werden: Rockstar!
Dann irgendwann kommt plötzlich dieser berühmt-berüchtigte Cut.
Seltsamerweise hat man Probleme mit den Kumpels, mit denen man sich noch so gut vor einiger Zeit verstanden hat. Das Rumgeknutsche ist auch nicht mehr das Wahre und man begreift, dass es gar nicht so einfach ist von Null auf 100 durchzustarten.
Da kann man dann nur eines sagen:
„Herzlich Willkommen auf der staubigen Straße des Erwachsenwerdens.“

Der Band Heavy Ride ist es dabei ganz ähnlich ergangen, wenn auch mit einem etwas anderen Karriereweg. Was zunächst als höchst erfolgreiche Schülerband begann, die unter anderem School Jam Sieger 2009 wurde, endete fast abrupt mit der beruflichen Orientierung der damaligen Bandmitglieder. Wie ein Schlag ins Gesicht musste es sich für Leadgitarrist Josef Blöchl angefühlt haben, als er plötzlich alleine dastand.
Es war allerdings jener Scheidepunkt im Leben, der Heavy Ride wie ein Phönix aus der Asche aufsteigen ließ und der jungen Band die Chance zur Neugeburt geben sollte. Weiterhin glaubte er fest an die Musik und die Kreativität von Heavy Ride. So begab er sich auf die Suche nach neuen Mitstreitern und wurde kurz darauf auch fündig.
Florian Seemann, der nun an der Front von Heavy Ride stehende Stimmgeber, verleiht den ohrwurmartigen Melodien eine aggressive und reif klingende, kräftige Eigenart. Genau das ist eine der Hauptzutaten, um echt zu klingen, unverfälscht und energiegeladen. Johannes Puschmann, am Schlagzeug, passt da bestens in die Band hinein. Er treibt das ganze präzise voran und ist zusammen mit dem letzten Neuzugang David Stich, am Bass, die perfekte Ergänzung.

Ja, diese dunkle Stunde in der Bandgeschichte von Heavy Ride war wie eine Neugeburt, ein Neuanfang und das ist auch der Grund dafür, dass dieses Album selbst betitelt wurde und auf dem Cover das Konstrukt einer Achterbahn zu sehen ist. Dieses graphische Auf und Ab könnte man als Symbol für den Neustart bezeichnen und passt perfekt zur aktuellen neuen CD, die am 26. Januar 2013 ihr Release feiern konnte.
Es ist kein Wunder, das sie erwachsener klingen, reifer und geradliniger, denn die Musik der neuen Scheibe gibt das Seelenleben um den Neustart der Band wunderbar wieder.
Hier findet man synthetische Klänge vergebens. Hier steht die Gitarre im Vordergrund, der Bass und das kraftvolle Schlagzeug. Ehrlich und handgemacht. Einfach pure Rockmusik und man vergisst sehr gerne dabei, dass es sich um eine blutjunge deutsche Formation handelt. Neben der Doppelbelastung von Studium oder Beruf verfügen sie trotz der jungen Jahre über eine unglaubliche Erfahrung und brauchen keine Vergleiche mit Bands wie den Foo Fighters zu scheuen.
Egal ob live, wo sie durch eine energiegeladene Bühnenshow überzeugen oder auch auf silberne Konserve gepresst, man hat nie das Gefühl, einer ehemaligen Schülerband zu zuhören. Heavy Ride geben auf ihrem selbstbetitelten Album einen kräftigen Tritt in den musikalischen Allerwertesten und melden sich eindrucksvoll zurück. Sie sind rockig, unbequem, ein bisschen der Rotzlöffel von nebenan, der die Welt aus den Angeln heben will. Und das ist gut so! Denn Heavy Ride ist dies zuzutrauen.
Stolz und unbequem, mit hoch erhobenem Kopf, hat der Weg dieser jungen Band gerade erst begonnen. Wer Gelegenheit hat, die Jungs auf ihrer Tour 2013 zu erleben, sollte dies unbedingt ausnutzen.
Ich bin sicher, dass man in den kommenden Jahren noch einiges von ihnen hören wird, das Zeug dazu hat Heavy Ride allemal.

Tracklist:
01. Black Shirt
02. Cut & Dried
03.No Silver Bullet
04. The Last Tones Died Away
05. Old Salt
06. Along the Line
07. Demons and Prayers
08. For a Word
09. Your Moment in the Spotlight
10. Heading for Ruin
11. For all the Heroes

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