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CD-Rezension: Lord of the Lost – Die Tomorrow

18. September 2012 - CD / DVD Review, LaberPlanet Eventguide 13, LaberPlanet vs. RockBlog

Lord of the LostKünstler: Lord of the Lost
Release: Die Tomorrow (Album)
VÖ: 31.08.2012
Label: Out of Line (rough trade)

Live Today, Die Tomorrow – dieses Lebensmotto prägt das nunmehr dritte Studioalbum des Hamburger Quintetts Lord of the Lost, das sich innerhalb des letzten Jahres einigen Veränderungen unterzogen hat.

Neben Klang und Bühnenstyle hat sich auch in der Formation etwas getan. So verabschiedete man sich von Drummerin Any und Gitarrist Sebsta in Freundschaft und begrüßte dafür Christian „Disco“ Schellhorn, den talentierten Schlagzeuger der ehemaligen Band „The Pleasures“ von Frontsau Chris. Er hatte sich bereits bei diversen Konzerten vor dem Publikum bewährt und durfte nun zum ersten Mal mit Lord of the Lost im Studio sein Können unter Beweis stellen.

Mit dem Opener „Live Today“ startet das Album brachial und eingängig, mit harten Gitarrenriffs und dem gegrowlten Slogan, der unermüdlich wiederholt wird. Zusammen mit dem darauffolgenden Kracher mit Ohrwurmpotential „Die Tomorrow“ bildet er die Kernaussage des Albums.

„Die Tomorrow“ erschien bereits als Singleauskopplung und fungierte somit als vielversprechender Appetitanreger, inklusiv eines passenden Videos, das die Botschaft des Songs in beeindruckender, sowie deutlicher Weise widerspiegelt.

Weiter geht es mit „Black Lolita“, der sich bereits vorab auf der Bühne als mitreißend und energiegeladen bewiesen hat. Besonders die Mischung aus elektronischen Klängen und treibenden Gitarren, sowie der Wechsel zwischen verschiedenen Gesangstechnicken, machen aus „Black Lolita“ einen Song, der auf ganzer Linie überzeugt.

Lord of the LostElektronisch geht es auch bei „Blood for Blood“ weiter, der ebenfalls beim Livepublikum schon großen Anklang fand. Man achte hier besonders auf das prägnante Intro dieses Songs, wodurch er schon in den ersten Sekunden unverwechselbar wird.
Was nun folgt, klingt gänzlich anders als die vorhergegangenen Stücke. Mit einer mitreißenden Ballade, die den Titel „Never Let You Go“ trägt, schalten Lord of the Lost erstmal einen Gang zurück. In wunderschöner Harmonie erklingt Chris dunkler, tragender Gesang zusammen mit der glasklaren, zarten Stimme von Ulrike Goldmann (Blutengel).
„Shut Up When You’re Talking To Me“ beendet die Ruhe vorerst und ist ein musikalischer Schlag ins Gesicht, bei dem die Hauptaussage im Titel steckt.

Song Nummer sieben – „Heart For Sale“ – wird durch tragende Pianoelemente eingeleitet, die sich auch im Refrain durchsetzen und einen Kontrast zu den von Bass und Schlagzeug dominierten Strophen bilden.
Lord of the LostEinen weiteren Ruhepol erzeugt „From Venus To Mars“ der zur Abwechslung statt durch ein Klavier mit Cembaloklängen eingeleitet wird.

Es folgt eine weitere Ballade namens „See You Soon“ – der erste Song des Albums, der Live umgesetzt wurde und schon dort die Massen berührte. Der Klang von Kirchenglocken bildet das Intro, während der Rest des Stückes hauptsächlich von einer Akustikgitarre und Chris sanfter Stimme getragen wird.
„My Heart Is Black“ startet mit einem ausgedehntem Schlagzeugsolo, während im weiteren Verlauf Streicher eine dramatische Atmosphäre kreieren. Ebenso auffällig ist der cleane Gesang, der sich mit dem gegrowlten Refrain abwechselt.

Der nächste Song „Your Victories“ wurde in zwei verschiedenen Versionen aufgenommen – so erscheint er auf der Bonus CD im Duett mit Alexx Wesselsky (Eisbrecher) als „Eure Siege“. Hier sticht besonders der kritische Text ins Auge, der vor allem in der deutschen Fassung zur Geltung kommt.
Den Abschluss findet das facettenreiche Album mit „Credo“, welches den Schlachtruf „We give our hearts to the lord of the lost“ in die Welt hinausposaunt und sicherlich bei zukünftigen Konzerten vom Publikum aufgegriffen werden wird.

8 von 10 Rock Blog Punkte

Bericht: Marie und Madlen

Lord of the Lost – ON TOUR

Die Tomorrow Headliner Tour

24.01.2013 / Berlin / DE / K17
25.01.2013 / Stuttgart / DE / Club Zentral
26.01.2013 / München / DE / Backstage
01.02.2013 / Dresden / DE / Pushkin
02.02.2013 / Köln / DE / Underground
03.02.2013 / Frankfurt / DE / Nachtleben
07.02.2013 / Nürnberg / DE / Hirsch
08.02.2013 / Bochum / DE / Matrix
09.02.2013 / Hamburg / DE / Knust

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