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CD-Review: The Last Warning – Progressive

20. Juli 2013 - CD / DVD Review, LaberPlanet vs. RockBlog, Musik & Co.

The Last WarningDie Meinungen gehen auseinander, wann sich die Österreicher nun zusammengetan haben: 1999 oder 2003 – dazwischen liegen immerhin vier Jahre, in denen THE LAST WARNING, damals noch ohne Artikel, bereits schönsten Thrash-Metal produziert haben. Einig ist man sich jedoch darüber, dass 2004 das Debüt Face to Face auf den Markt kam und die fünf Musiker seitdem nicht mehr aus der Szene wegzudenken sind. Es gab sogar bereits eine Headliner-Tour in Indonesien – das kann nicht jede Band von sich behaupten. Überhaupt sind auch die Inseln Java, Bali und Sumatra nicht gerade Orte, die man mit harten Growls, brachialen Shouts und deftigen Gitarrenriffs in Verbindung bringen würde. Aber THE LAST WARNING kamen auch dort gut an und konnten zahlreiche Fans gewinnen.
Nach vier Jahren präsentieren die Österreicher endlich einen neuen Longplayer. Progressive heißt das Werk und hält auch, was es verspricht.
Man kann nicht genau eingrenzen, um welches Genre es sich hierbei nun handelt, aber das muss man vielleicht auch gar nicht. Ein bisschen Groove, ein bisschen Thrash und ein bisschen Death – eine gewagte, aber sehr gelungene Mischung, die das Album zu einem hörenswerten Silberling macht, den man nicht mehr aus dem Player nehmen will. Es wird wild geshoutet, dass einem die Ohren rausfliegen und man sich dringend nach einem Konzert der Band sehnt. Bereits „The Beast“ zeigt das Potential des Sängers, auch „Haunted“ und „Fake Blood“ zeugen davon. Es sind gute Shouts, die auch im Ohr bleiben. Immer wieder gibt es neben einem harten Sound, der reinballert und zum wilden Headbangen animiert, ausgefeilte Gitarrenriffs, die durch perfekte Soloparts sehr gut zur Geltung kommen. Was man nicht oft auf einem Album hört, ist hier in vielen Songs das absolute Muss.
The Last Warning
Die Griffe sitzen, die Gitarre brilliert und es ist eine wahre Freude, der Formation zu lauschen, auch wenn man sonst vielleicht nicht ganz so viel mit dem Genre anfangen kann, die Gitarrensoli sind es absolut wert, die Platte im Regal stehen zu haben. „Pain and Hate“ oder auch „Run“ sind gute Beispiele.
Ruhige Parts und Balladen sucht man vergeblich, aber das erwartet man auch gar nicht. Es ist gut, mal ein Album in Händen zu halten, das nur reinhaut, das dreckiger Metal vom Feinsten ist, der ehrlich und schwungvoll aus den Boxen schallt. Gerne mehr davon und gerne mal live.
THE LAST WARNING ist auf dem Silberling der absolute Hammer und muss live sogar noch besser sein. Für manche vielleicht noch ein Geheimtipp, haben die Jungs in meinen Augen noch eine solide Zukunft in der Szene vor sich.

Auf der Bühne kann man sie am 03.08. dieses Jahres in Tschechien erleben, wo sie sicherlich viele Songs des neuen Albums spielen werden, außerdem gibt es am 07.09. in Obdach und am 21.09. in Millstatt (beides Österreich) die Gelegenheit dazu.

Review: Kyra

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