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CD-Review: Suidakra – Eternal Defiance

8. Mai 2013 - CD / DVD Review, LaberPlanet vs. RockBlog, Musik & Co.

Celtic Metal als Genre ist nicht zuletzt der Formation SUIDAKRA zu verdanken. Denn sie waren es, die brutalen Death Metal mit keltischen Folk-Elementen vermischten und daraus einen eigenen Stil kreierten, der mittlerweile von zahlreichen Bands kopiert und verfeinert wird. Ihr Weg begann 1994, damals noch unter dem Namen GLORIFICATION und wurde zum Erfolgsmarsch.
Das elfte Studioalbum “Eternal Defiance” erscheint nun mit elf neuen, kräftigen Songs.

suidakra-eternal-defenceGewitter und eine Art Abenteuermusik, die man mit Filmen wie Herr der Ringe oder Braveheart in Verbindung bringen kann, geben den Auftakt zum neuen Silberling. Man hört das Prasseln des Feuers und das Bersten von Knochen, ein schreckliches Lachen, Schreien … bis tief und kräftig der Bass einsetzt und Blechbläser majestätisch einen regelrechten musikalischen Auftritt der Band beschreiben. Langsam stoßen weitere Instrumente dazu. Man kann sich in ferne Zeiten und in Kriege zurückversetzt fühlen, Wikinger und ähnliche Kämpfer, die stolz durch die Lande zogen, plünderten, raubten und mordeten. Endet „Storming The Walls“, der passende Titel für dieses Intro, preschen SUIDAKRA los mit einem Metal-Feuerwerk. Die Gitarren brettern dahin und die raue Stimme von Sänger Arkadius Antonik brüllt recht angenehm den Text ins Mikro. Immer wieder kann man diese Abenteuermusik vernehmen, orchestrale Märsche und Sequenzen, die ein Bildfeuerwerk in den Gedanken entfachen. Da wird man in andere Zeiten versetzt, denkt an Lagerfeuer, Wachen und an Feldzüge gegen welche Feinde auch immer. Diese Parts sind beinahe erhaben und stellen das Keltische des Genres dar. Es ist der besondere Touch zwischen dem üblichen Gitarrensound, der richtig reinpowert und eine solide Grundlage bildet. Zwischendurch gibt es dann auch Streicher zu hören, „Beneath The Red Eagle“ ist ein gutes Beispiel dafür.
„March Of Conquest“ marschiert schlagzeugtechnisch wirklich dahin. Immer wieder kann man an verschiedenen Stellen weiblichen Backgroundgesang vernehmen, der den einzelnen Liedern mehr Kraft verleiht und sie der Gefahr entrinnen lässt, zu langweiligem Einheitsgedudel zu werden.
SUIDAKRA sind abwechslungsreich und verbinden gekonnt die gitarrenlastigen Death-Metal-Elemente mit erhabenen Folk-Klängen, die dann eher durch Hörner und orchestrale Einschübe dargestellt werden. Sie bleiben eindeutig dem Stil treu, den sie seit fast 20 Jahren formen und der viele geprägt hat. Aber nicht nur der harte Beat ist zu hören, auch die Ballade „The Mindsong“, von Tina Stabel gesungen, hat ihren Platz auf dem Album gefunden und wirkt wie das Luftholen zwischen den rasanten Stücken.

Dieser Silberling verkörpert somit alles: Emotionensuidakra von Hass bis zur Verzweiflung und tiefste Sehnsucht, Kampfgeist durch Gitarrenhärte ausgedrückt und vor allem immer wieder epische Momente, die einen gewissen Stolz in sich tragen und vermitteln. Auch die Mischung ist gelungen. So wird nach der Ballade ordentlich reingeholzt und gegrowlt, dass man im ersten Moment erschrickt und dann den rabiaten Song „Rage For Revenge“ in sich aufnimmt und mitzieht.
Interessant ist, dass “Eternal Defiance” auf der Geschichte und Mythologie der walisischen Erzählung The Dream Of Macsen Wledig beruht und dadurch ein zusammenhängendes Konzept bildet. Für das Booklet wurde ein passender Comic von Kris Verwimp gezeichnet.

SUIDAKRA beweisen wieder mal ihre Power. Dass 19 Jahre auf der Bühne noch lange nicht reichen, ist deutlich. Sie präsentieren ein starkes Album, das einfängt und in die erzählte Geschichte hineinzieht. Die Power der Songs überträgt sich auf den Hörer. Celtic Metal vom Feinsten, mit allen Facetten, die dazugehören. Muss man gehört haben!

Tracklist:
1. Storming The Walls
2. Inner Sanctum
3. Beneath The Read Eagle
4. March Of Conquest
5. Pair Dadeni
6. The Mindsong
7. Rage For Revenge
8. Dragon’s Head
9. Defiant Dreams
10. Damnatio Memoriae
11. Mrs. McGrath (Bonus Track)

Rezension: Kyra

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