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CD-Review: Science of Sleep – Exhaust

1. September 2013 - CD / DVD Review, Musik & Co.

CD-Review: Science of Sleep – Exhaust

science of sleepDrei Jahre ist es her, dass sich in Braunschweig die Deathcore Band SCIENCE OF SLEEP gegründet hat. Die Band um Sänger Marcus Jasak hat sich schnell einen Namen gemacht und mit ihren brachialen Growls eine Fangemeinde gewonnen. Das schafften sie auch mit bereits über 200 Auftritten auf Festivals und als Supportband. Für Deathcore-Liebhaber ist es nicht schwer, der Band zu folgen, denn was sie abliefern, hat wirklich Hand und Fuß. Die gewaltigen Growls sind gut und werden von Marcus auch ohne zu schwächeln durchgehalten – sowohl auf Platte als auch live. Vor zwei Jahren haben die fünf eine EP mit dem Namen „Affliction“ auf den Markt gebracht. Nun folgt endlich das langersehnte Debüt-Album. „Exhaust“ ist damit ein weiterer Meilenstein, den SCIENCE OF SLEEP auf ihrem Weg nach oben passieren.
Sofort steigt der Longplayer brutal mit dem Titelsong ein. Die Stimme von Marcus schlägt einem entgegen, vielleicht einen Tick zu schnell, vielleicht eine Nuance zu hart. Aber rasch hat man sich eingefunden und wippt im Takt mit. Wenn man etwas Platz hat und gerade nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist, kann man hier fast automatisch im Rhythmus den Kopf vor- und zurückwerfen. Mit gelungen Riffs, die teilweise den Anfang markieren, teilweise auch aber schöne Parts in der Mitte der Songs darstellen, geht es weiter. Sven Weber und Nils Reuter lassen ihre Finger über die Saiten gleiten, als hätten sie nie etwas anderes gemacht. Bassist Philipp Heinemann steht den beiden ins nichts nach und sorgt für gute, tiefe Töne, die sich manchmal schön deutlich heraus kristallisieren. In Dennis Kosinski hat das Quintett einen fähigen Drummer gefunden, der scheinbar höchst konzentriert an seinem Set sitzt und weiß, wie er für den einschlägigen Rhythmus sorgen kann, der dann auch wirklich mitreißt. Zwischendurch wird immer wieder mal das Tempo herausgenommen. „7 – 30 – 7“ entschleunigt das Album, ist aber nur eine kleine Verschnaufpause vor weiteren Brettern wie „Witness“ oder „Oppressor“. Was hier geboten wird, klingt ganz und gar nicht nach einem Erstling, es ist kein unschuldiges Debüt einer noch jungen Band, die erstmalig einen vagen Vorgeschmack ihres Könnens präsentieren muss, um die Massen auf sich aufmerksam zu machen.science of sleep

SCIENCE OF SLEEP zählen musikalisch bereits jetzt zu den Großen und Namhaften der Szene und beweisen dies bei ihren Auftritten und auf ihrem Debütalbum, das ein richtiges Brett ist. Laut, schnell, brachial und so herrlich gegrowlt, dass man natürlich so gut wie gar nichts von den Texten versteht, diese aber links und rechts um die Ohren geschlagen bekommt. Wer guten Deathcore mag, kommt hier voll auf seine Kosten und sollte sich die Scheibe unbedingt zulegen – und wer SCIENCE OF SLEEP noch nicht kennt, dem Genre aber sehr zugetan ist, der hat einiges verpasst.

Das Album ist ein grandioser Erstling, mit dem die deutsche Formation sofort zeigt, in welcher Liga sie spielen. Die Growl sitzen perfekt und die Instrumente werden sehr gut beherrscht. Wer es nicht weiß, denkt nicht an ein Debutalbum bei diesem ausgereiften Sound. Es bleibt zu hoffen, dass SCIENCE OF SLEEP den Weg, den sie beschritten haben, weiterverfolgen und auf das erste Album bald ein zweites folgen wird. Ich will definitiv mehr von den Jungs hören!
Wer sich dieses musikalische Brett live gönnen möchte, hat ab 05. September die Gelegenheit dazu. Dann tourt das Quintett durch Deutschland, mit einem eintägigen Abstecher in die Niederlande.

Review: Kyra

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