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CD-Review: SACRED GATE – Tides of War

29. April 2013 - CD / DVD Review, LaberPlanet vs. RockBlog, Musik & Co., RegioRock

Kriegerisch und unsterblich – so muss Metal klingen!
Sacred Gate locken mit ihrem neuesten Album „Tides of War“ nach Sparta

sacred gate - tides of warSpätestens seit dem Spielfilm 300 kennen wir alle die Geschichte der Spartaner, die mit 300 Mann in einen aussichtslosen Kampf gegen die Perser zogen. Dieser heroischen Tat setzen über 2000 Jahre später Sacred Gate mit ihrem zweiten Studioalbum ein Denkmal. Doch nicht nur an die Griechen von damals, auch an die griechisch-deutsche Band dürfte man sich nach dem Hören noch lange erinnern: „Tides of War“ ist ein brilliantes, gut durchdachtes und musikalisch mitreißendes Album.

Seit dem Debütalbum ist nicht mal ein ganzes Jahr ins Land gezogen; für einige Bands viel zu wenig Zeit, überhaupt darüber nachzudenken ins Studio zu gehen. Sacred Gate haben in dieser Zeit nicht nur eine packende und schlüssige Story erdacht, sondern gleich zehn Songs mit einer Gesamtdauer von fast einer Stunde eingespielt. Seit dem 19.04. ist „Tides of War“ nun erhältlich und knüpft musikalisch da an, wo die Reise mit „When eternity ends“ im April 2012 begonnen hatte: treibende Bass und Drums Rhythmiken, ein charismatischer Gesang und phantastische Gitarrensoli bestimmen auch hier das musikalische Bild des Albums. Thematisch geht es dafür diesmal zu den alten Griechen, was bei der Herkunft von Sänger Jim Over und Gitarrist Nicko Nikolaidis nahe liegt. Komplettiert wurden die Aufnahmen von Bassist Peter Beckers und Christian Wolf am Schlagzeug – Björn Walde, der die Band mittlerweile als zweiter Gitarrist unterstützt, ist auf dem Album noch nicht mit von der Partie.

Das Album beginnt mit dem Intro „The Coming Storm“, und wer, wie ich persönlich, instrumentale Einleitungen mag, der kommt hier bereits voll auf die Kosten mit einem musikalischen Vorgeschmack auf die späteren Themen. Episch, treibend und den kommenden musikalischen Ansturm versprechend bereitet das Intro das Folgende vor und wirkt wie aus einem Filmsoundtrack entnommen (hätte sich sicher auch gut in „300“ gemacht). Der wahre Sturm bricht mit einem Drumsolo am Beginn von „The Immortal One“ los, ein Song, der wie „Defenders (Valours is in our blood)“ hohen Wiedererkennungswert aufweist. Der erste Part des Albums ist schnell und kriegerisch: „Tides of War“ und „Gates of Fire“ treiben den Hörer und die Kämpfer an und bieten einige gute Gitarrensoli.

Wer es sanfter mag, wird spätestens bei „Never to return“sacred gate aufhorchen. Der Track kann sicher als die Ballade des Albums gesehen werden, auch wenn es hier eher um das melancholische Atemholen vor der Schlacht geht: die zurückgelassenen „Mothers and sisters, daughters and wives“ werden angesprochen und auch die sanfteren Seelen unter den Hörern dürften hier auf ihre Kosten kommen. Der folgende „Final March“ bleibt instrumental, und schafft so meiner Meinung nach eine Meisterleistung: der schnelle, hämmernde Rhythmus von Bass und Schlagzeug kontrastieren das sanfte Vorgängerlied, und ziehen mit den treibenden Gitarrenklängen in die düstere, aber entschlossene Atmosphäre der in die Schlacht ziehenden Krieger. Worte hätten hier nur zerstört, was eh nicht anders als durch Musik ausgedrückt werden kann und so verzichten Sacred Gate weise und gelungen darauf.

metal aid 2013Dabei sind im restlichen Album auch die Lyrics eine einzelne Betrachtung wert. In „Path to Glory“, „Spartan Killing Machine“ und „The Battle of Thermopylae“, den letzten drei Tracks von „Tides of War“ wird es düsterer und die Schnelle der ersten Lieder wird hier durch melodiösere Gesangparts oder Gitarrenstrecken ergänzt. Ein Zitat des griechischen Dichters Simonides beginnt das letzte Stück „The Battle of Thermopylae“, was den Höhepunkt und Abschluss des Albums bildet. Nach dem 12-minütigen Song erscheint die Stille viel zu leer, ich empfehle die Repeatfunktion. „Tides of War“ kann man sich einfach immer und immer wieder anhören, es wird nicht langweiliger, sondern im Gegenteil, mit jedem Mal Hören mitreißender.

Wer jetzt gespannt ist, wie das live klingt: am 22. Juni spielen Sacred Gate beim METAL AID 2013, dem Benefizkonzert vom Laberplanet & dem Markt 17 für die Kinderkrebshilfe Ophoven.
Weitere Infos findet ihr auf dem Plakat und auf der Seite www.Markt17.eu, wo ihr auch die Tickets bestellen könnt!
Die Tickets im VVK sind auf 200 Stück limitiert – also beeilen!
In Kürze wird es auch hier noch mehr Infos zum METAL AID 2013 geben!

Rezension: Emma

Stay tuned \../

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