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CD-Review: Cardillac Complex – Forgotten Reasons

8. Mai 2013 - CD / DVD Review, LaberPlanet vs. RockBlog, Musik & Co.

cardillac complexSie sind jung, sie sind willig und sie bringen einen starken Mix aus Gothic und Metal mit: CARDILLAC COMPLEX aus Münster können der neue Stern am Musikhimmel werden. Mit ihrer Debüt-EP „Forgotten Reasons“ zeigt das Quintett, wohin es gehen soll und auf was sie Wert legen.

„Forgotten Reasons“ beginnt mit dem gleichnamigen Song, der vor allem durch gute Gitarrenparts brillieren kann. Es ist eine Mischung aus Rock und zarten Metal-Klängen, die gut ins Ohr geht und schnell wissen lässt, wohin CARDILLAC COMPLEX wollen: nach ganz oben! Dieses Ziel könnten sie auch erreichen, denn man merkt eine gewisse Nähe zu NICKELBACK oder auch METALLICA – und wohin es diese beiden Formationen geschafft haben, ist bekannt. Auch mit „Shadowplay“ machen die Deutschen aber deutlich, dass sie keine billige Kopie sind, die auf eingetretenen Pfaden ihren Weg fortsetzen möchten, im Gegenteil: Sie hinterlassen eigene Spuren und stellen immer wieder Bass und Gitarre in den Vordergrund, die genug Raum für ganz gute Riffs und kraftvolle Rhythmen haben. Die Texte bis hierher sind in Englisch gehalten, aber bereits Song Nummer drei weist das Talent auf, eingängige und aussagekräftige Lyrics auch auf Deutsch verfassen zu können. „Der Weg“ erinnert mich gesanglich ein bisschen an LETZTE INSTANZ oder andere deutsche Formationen, aber das ist nicht unbedingt schlecht. CARDILLAC COMPLEX präsentieren ein breites Spektrum an Stilmix und machen vielleicht auch deutlich, dass sie sich noch nicht festgelegt haben, wohin die Reise endgültig gehen soll. Potential ist vorhanden und in viele Richtungen offen.
Der Melodic Metal ist gut gelungen und gewinnt neben den instrumentellen Stärken der Band durch die ruhige, tiefe Stimme von Ole Arntz, die Balladen und Powersongs gleichermaßen ins Mikro singen kann. Eine angenehme Stimme, der man auch gerne länger zuhören kann und die eindeutig im Mittelpunkt der Songs steht.

cardillac-band„Control“ ist dann eher die Ballade, genauso wie das Schlusslied „Belief II“. Es sind Songs, die einen zur Ruhe kommen lassen und auf jede Kuschelrock-Scheibe passen. Romantisch, tragisch, wunderschön, mit zurückhaltenden Klängen und wieder der dominanten Stimme von Ole, der diese ruhigen Parts sehr gut rüberbringt und fühlt, was er da singt.
Alles in allem ein guter Einstieg, der Aufmerksamkeit auf sich zieht. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als Dark Glam Rock, was wohl der Sache auch ein bisschen näher kommt. Für Fans von ruhigeren Klängen, die gute und eher langsame Rocknummern mögen. Reinhören und sich einfangen lassen!

Tracklist:
01 – Forgotten Reasons
02 – Shadowplay
03 – Der Weg
04 – Control
05 – Belief II

Rezension: Kyra

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